Portable Funk-Kiste QRP
für Outdoor und SOTA

Kompakte Kiste - alles drinnen was man zum Funken braucht - bereits fertig verkabelt - aufstellen, einschalten und losfunken! Gewicht ca. 8 kg.

Funkkiste.FT-817.jpg

Die Zielsetzung für dieses Projekt war: Stabile Kiste mit Griff, mit einer Hand tragbar, die Mindestausstattung fix drinnen und fest verbunden, damit ich vor Ort möglichst wenig zusammenbauen und aufstellen muss. Robuster Aufbau, damit nicht gleich alles kaputt ist falls die Kiste beim Transport einmal runterfällt. Flexible Antennenmöglichkeit. Weiteres Zubehör ist jederzeit aussen anschliessbar, alle Anschlüsse bleiben zugänglich. Dazu muss die Kiste nicht auseinander genommen werden.

Also kaufte ich im Baumarkt eine graue Plastikkiste mit den Abmessungen 40 x 30 x 22 cm wie sie in Warenlagern verwendet wird, einen Kistengriff, 2 Lochbandeisen und eine Menge Schrauben, Muttern, Karosseriescheiben und sonstige Eisenwaren.

Die Kiste enthält einen Yaesu FT-817 Allband und Allmode-Funkgerät, einen Kurzwellen-Antennentuner ZM-4 (Bausatz von QRP-Project), einen LIFEPO-Akku 12V/10Ah, einen Aussenlautsprecher für das Funkgerät, und eine Buchse für die Morsetaste.

Die Kiste steht hochkant mit der offenen Seite nach vorne. Oben ist der Kistengriff montiert. Als Deckel habe ich eine zweite derartige Kiste genommen, von der ich einen Teil abgeschnitten habe um die Gesamtgrösse zu reduzieren. Die Geräte sind mit Aluminium-U-Profilen und Winkeln fest in der Kiste angeschraubt, damit beim Transport alles stabil bleibt und nichts wackelt, durcheinander kommt oder beschädigt wird.

Rechts an der Kiste ist eine Befestigungsmöglichkeit, an der sich ein GFK-Teleskopmast oder eine Angelrute mit einem passenden Draht als Vertikalantenne anbringen lässt. An diesem Mast kann man auch eine UKW-Antenne anbringen, um Höhe zu gewinnen. Oben stehen Gewindenippel heraus, an denen mit Flügelmuttern die Montageplatte einer Magnetic Loop Antenne montiert werden kann. Für Experimente können auch beliebige andere Konstruktionen hier angebracht werden. Eine Teleskopantenne als Notantenne ist für das 2m- und 70cm-Band in der Kiste eingebaut. Als Gegengewicht für die Teleskopantenne ist ca. 50cm Elektro-Installationsdraht im Inneren der Kiste angebracht. Durch Ausziehen der Teleskopantenne auf die passende Länge lässt sich ein gutes SWR erreichen. Die Abstrahleigenschaften sind zwar nur mässig, aber die Funkkiste ist zumindest auf UKW ohne weitere Montagearbeiten jederzeit sofort betriebsbereit.

Griff.Loop-Nippel.jpg Mastbefestigung.Rohrschelle.jpg

Rechts befindet sich eine 6,3 mm Stereo Klinkenbuchse für die Morsetaste oder Paddle. Von dieser führt ein Kabel mit 3,5 mm Stereo Klinkenstecker zum Morsetastenanschluss des FT-817. So kann an die Kiste bequem eine Morsetaste oder ein Paddle angeschlossen werden. Damit man zum Antennen abstimmen auch ohne Morsetaste einen Träger senden kann, ist zur Buchse ein kleiner Taster parallelgeschaltet. Wenn das Funkgerät auf CW eingestellt ist sendet es bei Druck auf diese kleine Taste und man kann mit der anderen Hand den Antennentuner einstellen.

Morsetaste.Buchse.Taster.jpg CW-Buchse.Taste.Tuner.jpg

In die Rückwand der Funkkiste (ursprünglich die Unterseite der Kiste) habe ich mit einer Lochsäge 2 Löcher gesägt, damit die rückwärtigen Anschlüsse des Funkgerätes und des Antennentuners im eingebauten Zustand zugänglich bleiben. Deshalb können alle Geräte und andere Teile fest in der Kiste montiert bleiben und müssen z.B. für den Funkbetrieb zu Hause nicht mehr ausgebaut werden. Das kommt der Transportsicherheit sehr zugute. Trotzdem kommt man zu den Anschlüssen dazu, um z.B. ein PSK31-Modem und einen Computer oder sonstige Zusatzgeräte anzuschliessen.

Kiste.Rueckseite.1.jpg Kiste.Rueckseite.2.jpg

Funkgerät und Antennentuner sind mit ca. 30 cm Aircell 7 Kabel verbunden. Dieses hochwertige Kabel sollte nicht zu stark gebogen werden. Deshalb wird es aussen herum durch die beiden Löcher vom Funkgerät zum Antennentuner geführt und steht leider hinten heraus. Gibt man sich mit RG-58 Kabel zufrieden, so kann auch diese Verbindung dauerhaft in der Kiste verbleiben und man hat vor dem Betrieb noch weniger Vorbereitungsarbeit. Das RG-58 Kabel verträgt problemlos einen kleineren Biegeradius.

Ein externer Lautsprecher mit einer Klemmbefestigung kann beim Betrieb oben an der Kiste angeklemmt werden und verschwindet beim Transport im Inneren der Kiste. Das Lautsprecherkabel ist ca. 1m lang.

Funkkiste.Deckel.jpg

Die Funkkiste hat auch einen Deckel, der die Geräte im Inneren beim Transport schützt.

Dieser Deckel besteht aus einer zweiten gleichartigen Kiste, von der ich den oberen Teil mit einer Stichsäge abgeschnitten habe. Der Deckel hat oben zwei Haken, die aus Aluminium-Streifen angefertigt und am Deckel angeschraubt sind.

Diese Haken können an der Funkkiste eingehängt werden. Unten sind zwei Schrauben, die in Schlitze in der Funkkiste passen, die original vorhanden waren. Beim Schliessen des Deckels werden die Haken oben eingehängt und die Schrauben sichern den Deckel unten gegen seitliches Verrutschen und Aushängen der Haken.

Haken.Deckel.jpg Deckel.Schraube.jpg

 

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