Portable Funk-Kiste QRP
für Outdoor und SOTA

Portable Magnetic Loop Antenne

 

Funkkiste.Magnetic.Loop.jpg

Eine Magnetic Loop Antenne lässt sich auf der Kiste bei Bedarf montieren und zum Transport abmontieren. Werkzeug braucht man dazu nicht dabei haben. Es sind zwei Flügelmuttern unten und zwei normale Muttern oben auf den beiden Torbandschrauben, die oben an der Kiste herausstehen. Damit kann eine beliebige Montageplatte - z.B. aus Plexiglas oder Aluminiumblech - auf der Funkkiste montiert werden.

Das Gewinde der Torbandschrauben muss mit einem Gewindeschneider über die ganze Länge der Torbandschraube geschnitten werden! Die Torbandschraube dazu mit dem Kopf in einen Schraubstock einspannen, so dass der Schaft nach oben raussteht. So kann man bequem arbeiten.

Mit den Fingern kann man gerade noch unter die Platte greifen um die Flügelmuttern anzuziehen. Die Flügelmuttern sind unten und normalen Muttern sind oben, damit weniger Metall in der Nähe der Loop ist. Auch wollte ich möglichst jeden Zentimeter Bauhöhe sparen. Wer die Flügelmuttern oben haben will um besser dazu zu kommen muss für die Befestigungsschrauben für die Loop längere Schrauben nehmen als ich verwendet habe.

Die Loop besteht aus Kupfer-Installationsrohr für Wasserleitungen, das man als Meterware von der Rolle im Baumarkt bekommt. Der Durchmesser der Loop ist ca. 75 cm. Beim Kauf darauf bitte darauf achten, dass die Kreisform möglichst erhalten bleibt. Dann muss man es nachher nicht zurechtbiegen.

Die Auskoppelschleife besteht aus RG-58-Antennenkabel mit einem BNC-Stecker dran, der an den ZM-4 passt. Der Durchmesser der Auskoppelschleife ist 15 cm. Weitere Infos über Magnetic Loop Antennen finden Sie auf http://www.bienefelds.net/afu/dl8ndg-loop/dl8ndg_loop.htm

Der Drehkondensator stammt von einem Anateurfunkflohmarkt und ich habe nur einen von dieser Type. Daher will ich ihn mit mehreren Loops verschiedener Grössen und Bauarten kombinieren können.

Deshalb ist zwischen Loop und Drehkondensator noch eine Steckverbindung mit Bananensteckern eingefügt, um auch andere Loops auf diese Grundplatte zu schrauben und an den Drehkondensator anschliessen zu können. Jede dieser Loops bekommt dann 2 Kabelchen mit Bananensteckern, die an den Buchsen der Grundplatte eingesteckt werden können. Die Qualität der Loop wird besser, wenn Sie die etwas teureren "Büschelstecker" verwenden, und die Kabel in die Stecker und Buchsen nicht schrauben sondern löten (100W-Lötkolben).

Drehkondensator.Magnetic.Loop.jpg

Der Drehkondensator besteht aus 4 Plattenpaketen. ähnlicher Kapazität, je 2 etwas kleinere und je 2 etwas grössere. Um den kostbaren Drehkondensator für einen möglichst weiten Frequenzbereich verwenden zu können, habe ich noch 2 Schalter daran angebracht.

Eines der kleinen Plattenpakete ist permanent mit den Bananenbuchsen verbunden. Die anderen 3 Plattenpakete sind untereinander verbunden.

Über einen Schalter kann man diese 3 zusammengeschalteten Plattenpakete zu dem einen kleinen Plattenpaket parallelschalten. Mit einem weiteren Schalter kann man noch einen Festkondensator 470 pF zuschalten (für das 80-Meter-Band).

Schaltplan.Magnetic.Loop.jpg

Diesen Schalter bitte so verdrahten, dass der Festkondensator zum 3er-Paket dazugeschaltet wird und nicht zum kleinen Plattenpaket bei abgeschaltetem 3er-Plattenpaket zugeschaltet werden kann! Anderenfalls wäre sich die unsinnige Schalterstellung möglich: Kleines Plattenpaket + Festkondensator, und dann lässt sich die Antenne nicht mehr vernünftig abstimmen (Schaltplan rechts, Auskoppelschleife ist nicht eingezeichnet).

Für die 5 Watt Sendeleistung in diesem Projekt würde auch ein kleinerer Drehkondensator ausreichen. Die Einzelteile der Projekte sind aber nach Möglichkeit so ausgelegt dass man sie auch unterschiedlich kombinieren kann. Daher habe ich für die Grundplatte der Magnetic Loop diesen Drehkondensator genommen, der an anderen Geräten auch etwas mehr Sendeleistung verkraftet.

Radiodrehko.Magnetic.Loop.jpg

Wenn Sie so einen Schatz also gerade nicht verfügbar haben, können Sie für 5 Watt Sendeleistung auch einen Drehkondensator aus einem alten Mittelwellen-Radio verwenden. Dieser Drehko hat aber nur 2 Plattenpakete. Nehmen Sie dann einen Drehschalter mit 2 Ebenen und 6 Stellungen. Schalten Sie das eine Plattenpaket permanent parallel zur Loop (an die Bananenbuchsen). Die beiden Wurzeln des Drehschalters verbinden. Schalter Ebene 1: Die Kontakte 2-6 alle miteinander verbinden und an das zweite Drehko-Plattenpaket legen. Schalter Ebene 2: An die Kontakte 3-6 können verschiedene Kondensatoren angeschlossen werden, um den Frequenzbereich nach unten zu erweitern.

Durch parallel schalten von mehreren Kondensatoren an jeweils einem Umschalterkontakt kann der Kapazitätswert recht genau eingestellt werden, so dass der gewünschte Frequenzbereich im Rahmen der Möglichkeit dort ist wo man ihn haben will. Zum Beispiel: Wenn für einen gewünschten Frequenzbereich ein 220 pF Kondensator ein wenig zu weit oben und ein 330 pf Kondensator ein wenig zu weit unten im Frequenzbereich liegt, so nimmt man einen 220 pF Kondensator und schaltet dann versuchsweise kleinere Kondensatoren parallel, bis man den bestmöglich passenden Wert gefunden hat. Zum Beispiel 220 pF und 47 pF, was dann insgesamt 267 pF ergibt. So kommt man zu benötigten Kondensatorwerten, die in der Normreihe nicht verfügbar sind.

Es wird immer nur jeweils eine Kondensatorkombination zum Drehko parallel geschaltet. So bleiben die Bereiche der Schalterstellungen 3-6 unabhängig voneinander und beeinflussen sich gegenseitig nicht, wenn man mit den Kondensatorwerten eines Bereiches experimentiert.

 

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